Jean-Michel Jarres ergreifende Hommage an seinen musikalischen Mentor auf seinem neuen Album

Jean-Michel Jarres ergreifende Hommage an seinen musikalischen Mentor auf seinem neuen Album

Jean-Michel Jarre hat seinem verstorbenen Mentor auf seinem neuen Album Tribut gezollt.

Der 74-jährige Pionier der elektronischen Musik wurde von dem 2017 im Alter von 89 Jahren verstorbenen Komponisten Pierre Henry betreut, als er in den späten 1960er Jahren in Paris studierte. Er schrieb ihm einen „organischen Ansatz für die Musik“ zu, der sein gesamtes späteres Werk beeinflusste, und wollte mit ihm an einem Track für sein neues Album „Oxymore“ zusammenarbeiten, aber Henry starb, bevor die Arbeit beginnen konnte.

Er sagte dem Prog-Magazin: „Bei ‚Oxymore‘ hatte ich die Idee, mit Pierre Henry für ein früheres Projekt namens ‚Electronica‘ zusammenzuarbeiten, aber er wurde krank und verstarb.“

Der Traum von der Zusammenarbeit löste sich jedoch nicht in Luft auf, da Henrys Witwe Jarre Material zur Verfügung stellte, das er verwenden wollte.

Er fügte hinzu: „Ich war überrascht, als seine Witwe mir einige Sounds gab, von denen er gesagt hatte, dass ich sie eines Tages verwenden sollte. Letztendlich habe ich nicht allzu viele von Pierres Klängen verwendet, aber ich habe sie hier und da als Gewürz eingesetzt. Man kann seine Stimme auf dem Stück ‚Zeitgeist‘ hören. Aber er war für mich eher eine Inspirationsquelle.“

Jarre schreibt Henry und seinem musikwissenschaftlichen Mitarbeiter Pierre Schaeffer den größten Einfluss auf sein eigenes Werk zu und erzählte dem Magazin von deren innovativem Umgang mit Klang, der ihn inspirierte.

Er sagte über die beiden: „Bis die beiden Pierres ihre Experimente begannen, wurde Musik nur mit Noten gemacht. Plötzlich sagten diese Typen, dass es in der Musik auch um Klänge geht. Sie nahmen Geräusche auf und mischten sie, indem sie das Geräusch eines Motors nahmen und es mit einer Klarinette vermischten oder den Klang eines Vogels nahmen und ihn mit einer elektrischen Gitarre mischten. Sie schufen diesen organischen Zugang zur Musik, der meiner Meinung nach noch nicht richtig erkannt wurde.

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„Das ist wirklich der Ursprung der Art und Weise, wie wir heute Musik machen.“